Aufrechnung – Kundengeld

Eine Aufrechnung ist bei zwei aufrechenbar gegenüberstehenden Forderungen möglich. Dem kann ein vereinbartes Aufrechnungsverbot entgegenstehen.

Auch wenn kein ausdrückliches Aufrechnungsverbot vertraglich vereinbart ist, darf der Handelsvertreter nicht mit entgegengenommenen Kundengeldern mit eigenen Provisionsansprüchen gegenüber dem Unternehmer aufrechnen oder diese Kundengelder zurückbehalten.

Expertentipp:

Bei Kundengeldern handelt es sich nach der Rechtsprechung um fremdes, d.h. dem Unternehmer gehörendes Geld, das der Handelsvertreter treuhänderisch für den Unternehmer entgegennimmt und herauszugeben hat.

Die unterlassene Weiterleitung, Aufrechnung oder Zurückbehaltung kann als unerlaubte Handlung angesehen werden, die den Unternehmer zur Kündigung des Vertragsverhältnisses aus wichtigem Grund berechtigen kann.

Das könnte Sie auch interessieren! Hier finden Sie weitere Informationen zur Provision:

Aufrechnung – Kundengeld
War diese Seite hilfreich für Sie?