Bonitätsprüfung

Der Handelsvertreter ist verpflichtet, im Interesse des vertretenen Unternehmens die Bonität der Geschäftspartner zu prüfen. Daher ist der Handelsvertreter auch verpflichtet, den Unternehmer von der etwaigen Kreditunwürdigkeit eines Kunden zu unterrichten, soweit ihm diese bekannt ist.

Nicht hingegen ist der Handelsvertreter verpflichtet, eigene kostenpflichtige Auskünfte über Kunden einzuholen. Er muss den Unternehmer allerdings darauf hinweisen, wenn die Frage der Kreditwürdigkeit ungeklärt ist, der mit der Unternehmer hier alles Erforderliche veranlassen kann.

Bei Verletzung der Pflicht zur Bonitätsprüfung macht sich der Handelsvertreter dann schadensersatzpflichtig, wenn die Vertragsverletzung des Handelsvertreters für den infolge mangelnder Bonität beim Unternehmer entstandenen Schaden ursächlich ist.

Expertentipp:

Von der Pflicht zur Bonitätsprüfung ist der Handelsvertreter befreit, wenn der jeweilige Kunde nach seiner Kenntnis den bisherigen Zahlungsverpflichtungen stets ordnungsgemäß nachgekommen ist und sich daher keine berechtigten Zweifel an der Bonität ergeben.

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